Montag, 22. Juli 2013

Vernisage, Kindergarten, Stufen, Abschied

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich zum letzten Mal aus Indonesien. Am kommenden Samstag ist mein Rückflug und ich habe fest vor, ihn nicht zu verpassen. Ich lebe jede Situation, genieße in tiefen Zügen und versuche meinen Abschied, bzw, Wiederkehr nicht zu emotional und auch nicht zu rational zu betrachten. Das eine Auge weint, das andere Auge lacht und ohne Rückkehr ist keine Wiederkehr möglich. Am besten fast das Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse meine Situation in Worte, sodass ich es in diesem Blog anhängen werde. Wenn ich in Deutschland bin, werde ich mir Zeit nehmen, euch gründlich ein letztes Mal meine Gefühlen und Gedanken bezüglich der elf Monate in Indonesien zu beschreiben. 
Von den Spendengeldern ist jetzt alles investiert und unten sehr ihr die Bilder des neuen, kleinen Spielplatzes vor dem Waisenhaus, sowie die Uniformen für den Kindergarten. Am Wochenende war ich ein letztes Mal in Suraukami und durfte die Zeremonie anlässlich einer Ausstellung mit einer kleinen Rede eröffnen.Nach offizieller Eröffnung der Ausstellung, haben wir dann noch zusammen gesungen, geredet und genossen. Mehr Worte will ich jetzt auch nicht verlieren.

Herzliche Grüße und bis ganz bald

Euer Paul




Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!





Malen in Suraukami

der neue Spielplatz






Kindergarten - ein paar Kinder tragen die neuen Sportklamotten

Kalligrafie von Pak Maman - dessen Ausstellung am Wochenende eröffnet wurde








the anthem of religion

di dalam

Mann mit Modihut

Suhenx Ansprache vor der Eröffnung

Koranvorlesung


meine kleine Rede






indonesische "Seelenmusik"

javanesische Poesie wird begleitet von Musik vorgetragen

ausklingen...

Dienstag, 2. Juli 2013

Bilder und Gedanken

Hallo zusammen,

alles beim Alten bei mir.  Ich dachte trotzdem, ein paar Bilder von dem Ausflug mit Suraukami an die Universität und Gedanken können nicht besonders schaden. Viel Spaß dabei.
Euer Paul




Auftriit mit Suraukami in der Universität, Suhenx hat es tatsächlich geschafft, dass ich unser selbst komponiertes Libellenlied vor Publikum singe

bei so einer musikalischen Unterstützung war das dann auch nicht besonder schwer

...

nach meineem Gesangspermiere waren dann die etablierten Singer gefragt, in diesem Fall Suhenx, er kündigt das nächste Liede hier gerade nur an

ich hatte mich auf das Spielen der Rassel (?) beschränkt, dass kam meinem Rhythmusgefühl entgegen

Suraukami

Chef von Suraukami, Pak Guspar und ich, gerne sitze ich bis sechs Uhr morgens mit ihm zusammen, der Immam hat seine erste Einheit schon hinter sich und diskutierte mit ihm über Gott und die Welt, ein sehr bereichernder, inspirierender, lustiger Mensch voller guter Ideen

Studenten_Innen

javanesische Poesie wurde vorgetragen

und ebenso meine Wenigkeit drurfte etwas Preis geben, Suhenx ist entweder verwirrt oder verstimmt oder packt sich einfach so an den Kopf


Astro, wen jemand trommeln kann, dann wohl er, mir hat wie geschrieben die Rassel gereicht




Das Sein in der Welt

Ich nehme die Welt als Widerspruch an,
sie sowohl erkennen, als auch in ihnen zweifelsfrei leben,
sich weder versenken, noch in den Wirrungen verirren.

Ich verstehe die Welt als göttliches Schicksal,
sowohl Sinn erwirken , als auch Sinn geben in der ewigen Beziehung,
sich weder menschlich- göttliche Existenz ersehnen, nach das Eine als Alles wollen.

Ich vernehme Sein des Seins als Weg zum Ziel,
sowohl mit meiner Seele verschmelzen, als auch unaufhörlich Lernen,
sich weder im eigenen Geiste fangen, noch die Selbstentzweiung ermutigen.


ein Bild


Ich male ein Bild mit schwarzer Farbe und rauche Zigaretten,
Kerzen brennen, das weiße Blatt Papier ist in rot getaucht,
 Psalm 128, bienheureux est qui conque, vertont von Claude Godimel, läuft im Hintergrund,
die Trauer in meiner Seele fließt in harten Strichen,
ich verteile Asche auf dem Zeichenpapier und es entstehen fließende Übergänge,
plötzlich küsst die Kerze heimlich leise und es brennt,
die Flammen züngeln, zeugen Wahrheit und ich ersticke sie,
das Bild ist gezeichnet und mein Körper auch,
meine Hände sind schwarz gefärbt,
Aschespuren und Überbleibsel des schwarzen Wachsmalstiftes,
ich bin fertig und leerer als davor, aber gut,
ich wasche meine Hände mit Seife und Spülmittel,
die schwarze Farbe wird schäumend grün.


 
Lebe

Ich höre die Schönheit Mozarts,
auf der Wiese glänzt der Tau
und wirft ein Spiegelbild meiner Träume,
die Welt ist voller Freiheit,
lachend reicht sie mir ihre Hände,
und tanz frohlockend Heiterkeit.

Ich springe in ihre Arme,
Liebe wirbelt wie der Wind,
der meine Sinne tosend entfacht,
während die Sonne singend säuselt,
„du hast dich deines Lebens vermacht“.

Ich sprudle wie die feuchte Ursprungsquelle,
die Seele unter ihrer Frische blüht,
wie tausend Blumenmeere unter Läuterung,
das tobend, tosende Gewitter,
lässt mich erstarren, doch niemals erkalten.

Welt du Lebendige, Mensch du Freier, nehme,

ein Ursprungsschrei aus meiner Kehle von meiner Seele,

Ich lebe.






Mittwoch, 26. Juni 2013

Spendenpläne, Suraukami, Gedanken

Hallo ihr Lieben,


auf den Tag verbringe ich noch genau einen Monat in Indonesien. Es gibt nicht viel neues zu berichten, das Wetter ist seit zehn Monaten sehr gut, ich bin froh und gedeihe, ebenso wie die Kinder im Waisenhaus, die jetzt übrigens Ferien haben. Trotzdem melde ich mich, da ich euch über die weitere Verwendung der Spendengelder berichten möchte, die ich nun nicht mehr für das Waisenhaus verwenden werde, sondern für andere Projekte, die ich jetzt ein wenig erläutern werde.

In den Straßenkinderprojekten in Pekalongan, die Einsatzstellen von vier weiteren weltwärts- Freiwilligen, soll ein Bücher- und Fahrradverleih entstehen. Fahrräder können sich die Kinder grundsätzlich eher nicht leisten und über die wertvolle Wirkung von Bücher brauchen wir nicht diskutieren. So hatte mich unser Ansprechpartner und Freund der Organisation, Mas Eric, gefragt, ob ich das Projekt nicht finanziell unterstützen mag. So werde ich jetzt mit einem Großteil des verbliebenen Spendengeldes, entschieden nach bestem Gewissen, bei der Umsetzung dieses Projektes helfen. Fotos und Bericht gibt es sobald alles feriggestellt ist. An dieser Stelle nochmal vielen dank für die viele unkomplizierte finanzielle UNterstützung, die ich hier während meines Freiwilligendienstes bis dato erhalten habe.

Darüber hinaus verkehre ich ja schon seit längerem öfters in Semarang in einer Gemeinschaft, die auf der Idee basiert, dass das menschliche Wesen neben seinen Bedürfnissen wie Essen, Trinken, Schutz, genauso Schönheit, Spiritualität und soziale Sicherheit braucht. In Suraukami wird der Entfremdung des Menschen durch spirituelle, künstlerische Aktivitäten entgegengewirkt. In einer solchen, sozialen Einrichtung, in der fast ausschließlich Künstler zusammentreffen, fehlt es natürlich am Geld. Daher will ich auch die Gemeinschaft, namentlich Suraukami, gerne mit einem kleinen Betrag unterstützen. Neben Gitarrenunterricht für Jugendliche, Arabischklassen, Filmabende (nicht Hollywood), kulturelle Veranstaltungen, Diskussionen über Geschichte, Politik, Religionen, Musikevents, Poesievorlesungen, Bilderausstellungen,  ist dies vor allem ein Ort der den Jugendlichen Bildung, im Sinne von Kunst und Kultur vermitteln möchte. Ich werde diesem Blog die Beschreibung der Gemeinschaft anfügen, allerdings auf Englisch. Leider aber sehr dürftig von mir in den Blog kopiert. Sollte aber nicht abschrecken, der Inhalt macht es wieder wett.


suraukami
human needs of a sense of
beauty, social comfort and
spirituality are equally
important with the need for
food, drink, clothing and
shelter?
Therefore, it is necessary to
have support and a
great thrust to move
the function. In
order for arts,
culture, and
cultural wisdom be
not within the
community.
Of course,
there is a learning
process. There is
also a process of
creation and deepening
of the essence or meaning of
life in SurauKami.
Because, in the paradigm,
the taste is something that
should continue to be
sharpened and elaborated.
Heart needs to be refined and
enriched. Thoughts need to be
sharpened. And spirituality
needs to be kept alive all the
time.
.
In short, with science
(education) life becomes
easier, with art life is more
beautiful with the godlike's life
becomes meaningful
Where has the traces of virtue
that teaches arts, culture and
dignity of life, thant had been
led by Raden Said in XV
century gone?
Why the arts, culture and
teaching the essence of life
caged in a 'laboratory'
that called art
galleries, academic
buildings, and
spaces of worship?
Til the art all of
'sudden' becomes
luxurious . Culture
becomes
technocrated and
religion is separated
from everyday people?.
Why art is becoming
increasingly distant from the
audience, culture becomes a
static 'museum pieces' , and
spiritual becomes a numb ritual
infrastructure?
Though art is smoothing the
soul. Culture is a vehicle for
social life that constantly
moving, while
religion is
guide
mysticism in a
complex social
wilderness .
Is not
overview What We Do ?

01forum
Ngaji Kebudayaan,Ngaji Tasawuf
Pahing Friday Culture Study
Forum to sharpen the cultural
spotlight, with a multidisciplinary
approach to assessment
and behavioral sciences. Including
art approach , social, political and
culture itself.
This study is expected to bring
together cultural studies with a line
of everyday social life. Organized
according to the Javanese calendar
guide / Saka / Qamariyah.
Ngaji Tasawuf
Senin Legi

Ngaji Budaya Jumat Legi
Legi Monday Sufism Study /
Trying to make Sufism as a
mysticism of social, political
and practical life. Held every
Monday at regular intervals
according to the guidelines Legi
calendar Java / Saka / Qomariyah.
documentation of ngaji sastra, tadarus puisi, suluk, diskusi, macapat, orasi budaya
Ngaji Rock Padhangbulan.
Music festival, which runs
after ba'da ashr until late
at night periodically every 3
months. By taking the time lag
maghrib till isya. The festival is be
followed by the musical groups of
young people from different
schools of music that has
produced his own musical works.
Called Ngaji of Rock not only
because the show opened and
closed the appearance of rock
musicians. But also due to the
story telling based on true story
full of ibrah and wisdom behind
the creation of songs, as well as
mysticism is conveyed by the
show guest star musicians.
Stage
Music, Jam Session
02

documentation of ngaji rock, musikalisasi puisi, jam session

is the space of appreciation
for the work of music, indie
films, installations, dance,
photography or literary works
held regularly on the
weekend of each month.
Occupying the space of
Pelataran SurauKami. Appreciation is for
improvement works, thus can be a
criticism, elaboration and work
collaboration with other art media or the
like.
Appreciation
Art Work Appreciation
03
Workshop
04

documentation of workshop menulis, musik, tari dan senirupa
.Workshop for the
beginner of arts and
culture. Workshop
includes Painting,
Airbrush, Body Painting,
Art Graphics, Music,
Literature, Dance,
Traditional Art and Indie
Films.

05
SurauGaleri. Is a
showroom of artists work
in the form of sketches,
drawings, paintings, graphic
works, airbrush or
installation. Gallery space is
also a display of literature,
documentation of the
sound, clips, and CD master,
arrangement of musicpoetry
or music CD.
SurauGaleri
Gallery & Display
documentation of ruang pamer, fotografi, lukis dan senirupa
DapurSurau
Laboratorium Seni & Budaya

DapurSurau. Is the
space of teaching
and learning space
and laboratory
cultivation of the
work, either in the
form of literature,
painting, music, dance, theater, puppet tent,
air brush, body painting, traditional art and
other works of performance art. At the
moment DapurSurau is working on:
(1) Literature and Monolog (2) Music and Poem
(3) Wayang Bocah (4) Lukisan (5) Art
Performance (6) Suluk


06
dokumentasi proses kreatif,
diskusi, dan elaborasi
08
Management: Eeda Nurasanti,
Meitha Prihastanti
: Iyan Brusher, Inyoer
Suryawan, Udin Mayong ( Fine Art)
Agung Banyu Bening (Dance)
Aan Yulian (Community
Development), Kurniawan Yunianto,
Galih Pandu Adi (Literature), Angga
Dzulqurnain (Temporary Tatto),
Dadang (Traditional Culture) Ahmad
Thoriq, Hakam Anjar (Photoghraphy)
Yakobus Purnama (Rock ) E. Petrik
Huliselan, Putri Cipta (Reggae), Unang
(Blues)
Desk Kerja
Suhenx
Suhartono, Paul Jahob Baumgarten, Bari
Astro
BOARD
OF SURAUKAMI

Pengasuh
Lurah
Carik
Guspar Wong
FX Eko Susanto
Elizabeth Cipta Putri

Kafilah Kesenian dan Kebudayaan
07 kafilah
suraukami Culture, Arts and Suluk must
continue to mobilelized. .
Therefore, form a Kafilah
kebudayaan SurauKami
to kantong of
culture, public
space,
community
groups,
academic
space and so
on. caravan
containing the
music,
painting,
performance art,
literature, puppet tent,
and a variety of work
produced other DapurSurauKami
09
suraukami
MOMENT
Calssic and Progressive Rock.Sehari Semalam Bersama Frangky Sahilatua
Wang Sinawang Maca Kahanan Ngaji Gurindam Duabelas
Monolog Burung Nazar Diskusi Kamar Korupsi Di Mana-Mana Ngaji Sastra
Etnik. Ngaji Musik Karinding Sunda Wiwitan. Ngaji Sastra Koran
Ngaji Rock All Music Genre. Ngaji Filsafat Selingkuh. Sahur
Kebudayaan Ngaji Tasawuf Puasa. Ngaji
Pitulikuran. Diskusi Kamar Politik Media, Pementasan Panggung Ibrahim
Kampung Pedalangan Ngaji Workshop Ibu-Ibu Doyan Nulis
Musikalisasi Puisi Balada , Pameran Karya 3 Sastrawan
Semarang
Pameran Foto Jurnalistik Pameran Lukisan Turonggo Waskito Win Gottic,
Musik Brushing Body
Painting. , Ngaji .
Ngaji Rock Tribute To BlackDog,
,
Konser
Almarhumz
Rock Band
Pameran Lukisan
Orbituari Murtidjono dalam
Musik Sunyi TBS
. Displai Karya 3 sastrawan
Semarang, Ngaji Musik Jiwa JayaGatra,Ngaji Suluk Puisi
Jiwa Monolog
Pengukuhan Doktoral Undip, Muhibah Kebudayaan TBS,
Muhibbah Rumah Budaya Tembi. Diskusi
Diskusi Kamar:Penguatan
Kantong Budaya, Konser Musikalisasi Puisi .Konser Musik
Blues Gilo-Gilo Ngaji .
Ngaji Sastra .
.
. .
. .
. .
.
. Workshop Musikalisasi Puisi Reggae Pace Huliselan.
.
Peluncuran
Antologi Puisi
Ponsel Di Atas
Sprai. .
.
. .
.
.
Ngabuburit ArtWork:
Sketsa dan Menulis Cerpen. Diskusi Kamar: Kritik
Lukisan. Ngaji Rock Unang Pesantren Blues. Kelas Sket
Monolog
Manuk Kukilo.
Musik Etnik RoadShow
Rock Etnik
Pameran Lukisan kemerdekaan Di Ruang Sempit:
Kelas Bahasa
dan Kebudayaan Jerman
Ferry Curtis
BlackMoon
Turangga Waskita
Kyai Judeg Gugat
Workshop Tari Tasawuf Jawa
Wayang Tenda: Dewaruci
Dalam
Perdebatan
Kembali Ke Yogjakarta
Membaca Puisi
Ngaji Candik Ala 1965
b Nandang Wuyung. Kafilah
Leak Sosiawan. Pameran
Lukisan Sahabat Malam.
afilah Kebudyaan
Peringatan Tsunami Aceh
Ngaji Filsafat Kain Merah dan Daun Jati
Stand Up
Commedy Guyub Bareng . Kelas Kebudayaan Polandia,
Ngobrol Musik Guyu
Puisi Zubaidah Djohar
K Pulang Melawan Lupa
Ngaji Rock Padhangmbulan. Ngaji Rock Musik
Melayu, Halaqah Puisi
Ngaji Sastra
Ngaji Tsunami:
sa
Wajah,
J l . Ra y a Tusam 2 6
P e d a l a n g a n , B a n y u m a n i k
S e m a r a n g - Jawa Te n g a h
E m a i l : s u r a u k a m i @ y m a i l . c o m

Our
c on ta c t
suraukami
(
Diskusi Musik ( Sejak:9/06/2009 ) Ngaj i Rock Padhangmbulan
Diskusi Sastra
18/09/2010, Setiap Bulan ) Sastra
Per formance Art ( 23/11/2011 )
Nga j i Kebudayaan ( Sejak:21/10/2011,
) Lukis ( Sejak: 12/03/2011 ) Pameran Lukisan
( Sejak 10/06/2011, Setiap Semester )
( Sejak:19/03/2010 Setiap Bulan Purnama )
( Sejak: ( Sejak:18/02/2011 )
Traditional Art ( Sejak 27/08/2011 )
Setiap Jumat Pahing /Jum’at
Legi ( Sejak:13/08/
2011, Setiap Tiga Bulan ) Nga j i Tasawuf ( Sejak: 7/02/2011, Setiap
35 Hari, Senin Legi ) Diskus i Kamar ( Sejak: 23/07/2011, Tentat i f
Menurut Isu Sosial/Kebudayaan Yang Berkembang ) Kafilah
Kebudayaan Workshop
( Sejak 18/06/2011 Setiap Semester ) Grebeg Surau ( Sejak 2011,
Setahun Seka l i )
Nga j i
o
c r e d i t ’ z @2012 | d e s i g n : g u s p a r, t h o r i q / p h o t o : dhany, a n j a r, a s t r o / n a r a t i o n : eeda
suraukami (
p e s a n t r e n
& r u m a h k e b u d a y a a n


Okay, ich hoffe ihr seid da größtenteils durchgekommen und habt euch von dem bisschen Indonesisch nicht verwirren lassen. Zum Abschluss noch ein paar kleine Gedanken ( tragen wohl teilweise ein wenig bis viel die Handschrift von Martin Buber, außerdem lässt mein deutscher Schreibstil unter Einfluss der indonesischen Grammatik zu wünschen übrig, und mein Talent ist ja wohl wie jedes begrenzt) meinerseits, ich melde mich dann wenn es wieder etwas zu berichten gibt.

Herzliche Grüße aus Indonesien

Paul



Fenster und Gottheiten

In meinem Zimmer ist ein Fenster. Ein kleines, unscheinbares Fenster durch das kaum Licht fällt. Abends wenn die Sonne untergeht und sie eigentlich mit ihren tiefroten Lichtstrahlen auf meinen Schreibtisch fallen müsste, dann ist da dieser alte, tote Baum, der immer noch dem Wind trotzt. So ist es ein Fenster ohne besondere Bedeutung. Ich beachte es nicht, es existiert in meiner Welt. Ich stehe auf, es ist da. Ich gehe zu Bett, es ist da. Es liegt in der Gewohnheit und es steht im Schatten des toten Baumes, als auch der anderen Fenster. Eines Abends als ich zu Bett gehen will, nimmt mich meine Seele bei der Hand. Sie führt mich an das kleine Fenster und stößt es weit auf.

Lichtvolle Welt, Blumenmeere und kühle Quellen. Libellen schwirren in allen Farben umher und betrachten mich neugierig.


Ich ging mit Buddha und Jesus spazieren. Wir hatten eine Verabredung mit Shiva. Wir betraten sein Heim. Die Höhle in einem Wurzelwerk eines riesigen, uralten Baumes. Wir setzen uns in die Mitte und warteten. Die Zeit verging, die Gedanken wanderten, Buddha lächelte und Jesus hatte die Augen geschlossen. Ich fing mich an zu wundern, wo denn Shiva blieb. Die höchste Persönlichkeit Gottes ist wahrscheinlich sehr beschäftigt. Die Minuten verstreichen, die Stunden vergehen. Jesus und Buddha standen auf und verließen wortlos diesen göttlichen Hort. Ich folgte ihnen und wagte nicht zu sprechen. Wir verabschiedeten uns und ich ging irritiert nach Hause. Ich legte mich in mein Bett, als mir plötzlich, schlagartig klar wurde, dass ich mitten in Shiva gesessen hatte.

Ich wanderte mit meiner Seele ins Nirwana. Buddha saß im Schneidesitz inmitten eines erleuchteten Kreises aus Lotusblüten. Wir setzen uns in seine Nähe. Eine Woche badeten wir, spielten in seinem Licht.

Ich betete, bat und bettelte, dass Buddha endlich mein Freund werde. Seine Lächeln, seine Augen, seine Ausstrahlung. Wieso darf ich das nicht auch genießen. Voller Verdruss ging ich ans Meer, die Sonne schien und lächelte so schön wie Buddha. Die Sonne und Buddha mussten also schon Freunde sein. Das Meer brach in monotonen, gleichmäßigen Wiederholungen und sein ewiges Brechen und seine Wellen glichen  abertausenden kleinen Lächeln. Das Meer wusste wohl auch ein Freund Buddhas sein. Die Vögel zogen in großen Scharen gen Süden und formten ein riesiges Lächeln, das durch die Lüfte scheinbar schwerelos glitt. Sie hatte Buddha wohl auch schon zu seinen Freunden erkoren. Der Wind genoss all dieses Lächeln, weil sie in ihm liegen. Buddha hatte ihn wohl auch schon auf die Stirn geküsst und mit ihm die Bande der Freundschaft geknüpft. Warum denn mich nicht? Da spürte ich die Wärme der Sonne, fühlte die Frische des Meeres an meinen Füßen und sah, dass die Vögel mich anlächelten. Buddha hatte die ganze Zeit auf mich gewartet. Voller Dankbarkeit fiel ich überglücklich in seinen Schoß und küsste seine Stirn  für seine Geduld.





Gott, Beziehung, Buber




Ein Einswerden kann es nur in der Verschmelzung der Seele mit ihrem Menschen geben. Alles andere würde die Beziehung als Grundlage der menschlichen Existenz nicht anerkennen. Wenn Ich sein könnte, in einem Zustand der Ganzheitlichkeit, der Verschmelzung, dann würde es die Wirklichkeit und/oder das Bewusstsein aus seinem Erfahrungshorizont ausklammern. Dies ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Ist dann die Wirklichkeit und das Bewusstsein als Definierendes des Ichs in der Beziehung zum ewigen Du unablässig? Ja, weil Ich sonst nicht Ich bin.


Das Ich ist, dass Mensch ist, hat Sinn. Etwas Ungeschliffenes, Unscharfes, Unwissendes existiert, weil es einen Weg hat, ein Ziel. Leben zum Werden. Geschliffenes, Scharfes, Wissendes. Lehren nein, Weg zeigen ja. Wahrheit findet jedes Ich, die ihm eingegeben ist, und das zählt, weil es Wahrheit für den Weg ist.
Das Ich ist, dass Mensch ist, ist göttliches Schicksal. Göttliches Schicksal nährt sich durch den Weg des Ichs, der Weg des Ichs nährt sich durch göttliches Schicksal. Gott ist der Weg und Gott braucht den Weg.
Das Ich ist, dass Mensch ist, liegt in der Beziehung. Wenn Ich in seiner Freiheit das göttliche Schicksal im ewigen Du der Beziehung erkenne, dann ist es auf dem Weg und schenkt den Weg. Gott ist dem Mensch angelobt und der Mensch dem Gott. Es gibt keine Dialektik dabei, es ist allein jede Situation.




Die Natur haben wir materialisiert.
Den Mensch haben wir kommerzialisiert.
Die Geisteswesen haben wir schikaniert.

Die Natur haben wir entfremdet.
Den Mensch haben wir entartet.
Den Geisteswesen haben wir entsagt.

Die Natur haben wir geschlagen.
Den Mensch haben wir getreten.
Die Geisteswesen haben wir gebrochen.

Die Natur haben wir vergessen.
Den Mensch haben wir zerstreut.
Die Geisteswesen haben wir verloren.


Die Drei, denen ich in der Wirklichkeit, in der allumfassenden Beziehung begegnen kann, die mir das Schöpferische schenken, die mir das Glück weisen, die mir die Schönheit erklären, die mir die Weisheit lehren, die mich mit Liebe füllen, diese bewuchern wir mit einer starren, festen Kruste unter der alles liegt, der Sinn.






Mittwoch, 19. Juni 2013

beli sepeda - Fahrräder kaufen



Liebe Freunde_Innen, Bekannte, Spender_Innen,


nachdem wir das Waisenhaus mit den Spendengeldern haben streichen lassen, einen Ausflug ins Einkaufszentrum gemacht haben, um dort notwendiges zu kaufen, Irham einen Schulausflug bezahlt haben, sozial schwachen Familien beim Kauf der Uniform für den Kindergarten (findet im Waisenhaus statt) unterstütz haben, haben wir gestern einen weiteren Traum der Kinder verwirklichen können – wir waren Fahrräder kaufen.
Schon länger hatten wir überlegt, wie wir das Spendengeld sinnvoll ausgeben können und kamen plötzlich auf die Idee Fahrräder – warum auch nicht? Die Kinder waren absolut begeistert von der Idee und so haben wir uns auf den Weg zu einem Markt in einer kleinen Stadt in der Nähe vom Waisenhaus gemacht.




Vorfreude auf dem weg zum Fahrradmarkt  


Auf dem Markt angekommen waren die vergangen zwei Wochen und die unendlichen Gespräche über Fahrräder wie verflogen. Fahrräder soweit das Auge reicht und Kinder, die auf einmal schüchtern und eher verwirrt waren. Langsam haben wir uns dann über den Markt bewegt und nach und nach wurde dann auch sehr zurückhaltend mal ein Fahrrad Probe gefahren.





als alter "BMX-Fahrer" bin ich natürlich auch mal Probegefahren, ebenso wie

Jono und Irham, bei denen es aber noch, die Betonung liegt auf noch, zurückhaltender wirkt  



Als sich dann langsam, aber sicher, Favoriten herausstellten, haben wir uns, nicht zu interessiert, nach den Preisen erkundigt und wurden erstmal böse überrascht. Die Fahrräder waren teuerer als erwartet. So hat das indonesische, klassische Feilschen begonnen. Es wurden verschieden Fahrradkonstellationen ausdiskutiert, mögliche Preisreduzierung beim Kauf mehrer Fahrräder und und und. Ganz wichtig hierbei: Nie den Spaß und die Geduld verlieren. Doch letztendlich sind wir fündig geworden und konnten einen Kauf aushandeln bei dem alle Seiten zufrieden waren.



glückliche neue Fahrradbesitzer

Rücktansport



Müde und glücklich haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht und sofort eine kleine Tour mit den neuen „Schätzen“ gemacht. Ich bedanke mich noch mal herzlichst für die nette Unterstützung, mit der ich hier sehr viel bewirken kann.



Rückweg auf Rädern

PS.: Das vierte Fahrrad ist nicht explizit für mich, sondern ist sowas wie das Springerfahrrad.


Liebe Grüße aus Indonesien,

Paul

Karanganyar - das Waisenhaus