Dienstag, 18. September 2012

Hallo Ihr Lieben!!!

Endlich habe ich die Zeit und die Moeglichkeit mich zu melden. Seit letztem Dienstag bin ich nun in meinem Projekt. Das Waisenhaus, Panti Sayap Sehat, liegt ca. eine Stunde von Pekalongan entfernt in einer kleineren Stadt names Karanganyar. Eine Stunde entfernt bedeutet ungefaehr 25 Kilometer, aber ich brauche eine Stunde mit dem Ankot (kleines Buesschen) von Pekalongan Stadtzentrum hierher. Zur Zeit leben fuenf Kinder im Waisenhaus ( Jiko, Jono, Irham, Mustafa und Idos). Sie sind zwischen 10 und 17 Jahren. Nachmittags kommen grundsaetzlich noch andere Kinder dazu. Ausserdem ist meistens Hidayat, er leitet das Waisenhaus, anwesend. Wir essen dreimal am Tag und eigentlich immer Reis. Ich bin vom indonesischen Essen durchaus angetan, so ist es oft angenehm scharf und es gibt zwangslaeufig viele vegetarische Gerichte wie Tempe, Sojabohnen...Mein Alltag, wenn man ihn ueberhaupt so nennen kann,  sieht folgendermassen aus: Morgens sind die Kinder in der Schule und ich lerne dann fleissig bahasa indonesia und bereite die Einheiten fuer den Nachmittag vor. Ich versuche moeglichst schnell und viel zu lernen, damit die Sprachbarriere sich nach und nach verfluechtigt und ich besser auf die Kinder eingehen kann und mich mit den Menschen unterhalten kann. Dies ist fuer mich unabdingbar, weil ich gerne tiefere Einblicke in die indonesische Kultur haben will und die Menschen als Menschen verstehen will. Die Einheiten dauern von 14:00 bis ungefaehr 18:00 Uhr. Wir spielen alle moeglichen Spiele, ich bringe ab und zu ein wenig Englisch bei oder wir gehen zum Fluss und nehmen ein gediegenes Mandi (=Bad).Besonders gut kommt Uno an, welches ich am Wochenende gekauft habe.
Neu ist Shola fuer mich - das Ritual der Muslime beim Beten. Mehrmals am Tag darf ich den Lautsprechern lauschen, wie sie den Koran verkuendigen. Das ist ganz schoen laut, genau wie die Haehne um das Waisenhaus herum und der Tukan, den ich schonmal hoere.
Am Donnerstag war ich in einer muslimischen Grundschule und wurde vom kepala sekolah (=Schulleiter) empfangen. Die Schueler sind vor Neugierde fast geplatzt und wollten alle, wie viele Indonesier auch, Fotos mit mir machen. Nach einem netten Gespraech und leckerem Essen, haben wir dann zusammen ein Gruppenfoto gemacht.
Am Wochenende habe ich dann an einem workcamp in Pekalongan teilgenommen. Bei diesem Workcamp machen diverse Freiwillige, die sich in Indonesien aufhalten mit. Die Freiwilligen waren aus Japan, Tschechien, Australien, Schwez...Deutschland. Dort haben wir samstags morgens nahe dem Meer Mangroven gepflanzt. Eine wunderbare, atemberaubende Erfahrung mit erfrischendem anschliessendem Bad im Meer. Sonntags haben wir dann im Ort eine Art Aufklaerungskampagne zur Sauberkeit der Strassen abgehalten. Es wurden Plakate aufgehangen und wir haben mit der lokalen Bevoelkerung Muell aus dem Wassergraben und von der Stasse gesammelt. So das soll erstmal reichen. Ich melde mich wenn ich dann hoffentlich regelmaessig Internet habe, da ich noch keinen Internet-Stick besitze.

Ganz liebe Gruesse aus Indonesien wuenscht euch

 Paul





                                          Das Waisenhaus.


                                         Idos, Ucah und ich

                                          in der Schule. rechts der Schulleiter, links ein Lehrer

                                          Mangroven pflanzen


                                                   Muellkarren ziehen.

                                          Das Wasser wird vom Muell befreit.





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Karanganyar - das Waisenhaus