Hallo ihr Lieben,
es gibt ein wenig was zu erzählen, vielleicht sogar mehr, aber ich werde mich in diesem Blog kurz fassen, und mich in absehbarer Zeit nochmal melden. Vor kurzem habe ich zusammen mit Wiebke eine Senior High School besucht, um dort an einer Aktion des Englisch- Klubs teilzunehmen. Es handelt sich um eine muslimische Schule, die etwa mit einem deutschen beruflichen Gymnsaium zu verhleichen ist. Der Schwerpunkt dieser Schule liegt auf dem Fachbereich Technik. Wir wurden herzlich empfangen und nach einem kurzen Plausch im Lehrerzimmer sind wird dann in den Raum, in dem einige interessierte Schüler_innen auf uns gewartet haben. Nach einer Ansprache durch zwei Schülerinnen, dem Vortagen einer Geschichte, haben Wiebke und ich dann die Horde mit einem lustigen, aufweckenden Tanz locker gemacht, sodass wir dann aufmerksam, neugierig und wenn möglich nicht zu schüchtern in den Dialog starten konnten. Nach einer kleinen vergleichen Präsentation über Deutschland und Indonesien, unserer persönlichen Vorstellung, hatten die Schüler_innen die Möglichkeit uns diverse Fragen zu stellen. Wohl bemerkt haben sich hier vergleichsweise mehr Schülerinnen gemeldet, die den Jungen in Mut in dieser Hinsicht in nichts nachstehen, sondern sie vielmehr übertrumpfen. So habe ich dann ab und zu auch mal versucht den ein oder anderen Schüler zu motivieren, was allerdings nur bedingt erfolgreich war. Alles in allem wurden interessante Fragen gestellt, hoffentlich zufriedenstellende Antworten gegeben und nicht zuletzt ein schönes Abschlussfoto gemacht.
Da ich nie weiß, wer in welcher Regelmäßigkeit meinen Blog verfolgt und demnach durch alte Einträge informiert ist, rate ich den Schwänzern_innen kurz den letzten Blogeintrag zu lesen, bevor sie dies dann hier fortsetzen. Die Schablonen vom letzten mal haben mittlerweile einen Teil ihrer Endbestimmung erreicht. Vergangene Woche haben wir nach schweißtreibendem, langwierigem Schablonenherstellen endlich unsere eigenen T-Shirts hergestellt. Nach einer recht ausgedehnten Suche nach geeigneten Farben, haben wir zu den Klängen von Bob Marley in absolut friedlicher, glücklicher, "künstlerischer" Atmosphäre unsere T-Shirts/ Unterhemden mit den Schablonen versiert, um sie dann mit Farbe zu besprühen. Das Ergebnis sehr ihr auf den Bildern. Eine Idee des eigenen Vertriebs an Freunde_innen spuckt durch die Köpfe.
Außerdem gehen die Malerarbeiten am Waisenhaus in rasanten Sprüngen vorwärts.
Die Außenfassade ist mittlerweile, ebenso wie die
Küche, der große Aufenthaltsraum, das Bad und das Büro neu gestrichen. Außerdem
wurden sämtliche Tür – und Fensterrahmen neu lackiert. Nun wird nur noch das
Kinderzimmer oben gestrichen, sowie die Wände längs der Treppe. Im Gegensatz
zur alten Fassade strahlt das Waisenhaus nun in einem neuen Licht. Außerdem
wurde die äußere Fassade mit einem herrlichen sechs Meter langen
Landschaftsbild verziert, dass sich vom Meer in eine Naturlandschaft voller
Tiere, Flüssen, Wasserfällen erstreckt, die dann an Wasserleitungen treffen,
welche sich transformiert haben in Bambusrohre hinter denen sich die Berge
aufbäumen. Ein farbenfrohes, wunderschönes Bild, das in seiner Mitte eine Höhle
abbildet, die sich um die Eingangstür rankt. Sobald man durch diese eintritt,
eröffnet sich eine Weltkugel, auf der Kinder einen Reigen bilden und von
Regenbogen, Sonne, Mond und Sternen umgeben sind. Alle, aber wirklich alle sind
begeistert und ich möchte mich nochmal für die so wunderbare Spendensammlung
bedanken, die dies erst ermöglicht hat. Da das Bild aber noch von einer
unaufgeräumten, schmutzigen Lokalität geschmälert wird, schicke ich Euch/Ihnen
nur einen kleinen Vorgeschmack.. Sobald alles aufgeräumt, komplett
abgeschlossen ist, gibt es eine ausführliche Fotodokumentation vorher –
nachher.
Ansonsten brodelt es ein wenig in meinem Kopf nach Literatur von Jean-Jacques Rousseau, Hanna Arendt, Stephan Hésel, Hermann Hesse und einer Auseinandersetzung mit der Musik Bob Marleys, sowie Gesprächen mit Günther, einem Bekannten hier, der ebenfalls aus Deutschland ist. Auch Nirvana trägt seinen Anteil dazu bei, sodass ich momentan ordentlich Schreibstau angesammelt habe, der sich dann hoffentlich auch mal in meinem Blog wiederfindet. Ich denke letztendlich immer wieder an die Zeilen aus dem Redemption Song von Bob Marley: "emanzipate yourself from mentalslavery, none but ourselves can free our mind". Zum Abschluss schreibe ich Euch noch ein paar kleinere Sachen, die in der letzten Zeit entstanden sind.
Herzliche Grüße
Paul
Weltrichtung
Wenn Männer Tränen weinen,
und Menschen überleben bornierte Sicht,
die Sonne wird leuchtend scheinen,
und wir werden leben im Licht.
Wissen wird führen zur Ehrlichkeit,
ohne ein Leugnen der Wahrheit,
dann ertönt das Menschengebet,
wir auf dem erleuchtenden Königsweg.
Ideologieklammern
Kinder baden in einem Tümpel.
Ein Mann schläft auf der Bank vor seiner Haustür.
Eine Frau wiegt ihr Kind in den Armen.
Ein Pärchen liebt sich im Kornfeld.
Ein dutzend Männer lädt einen Laster ab.
Zwei Frauen arbeiten gebückt im Reisfeld.
Ein Dorf.
Eine Stadt.
Eine Region.
Ein Land.
Ein Kontinent.
Eine Welt.
Milliarden Ichs.
Milliarden Gedanken.
Milliarden Erfahrungen.
Warum klammerst du dich an deine Ideologie?
ohne Titel bis dato
Während ich Zigaretten rauche,
Elefanten in Ketten mit Pinseln malen
und ich Freibier trinke,
hängen Fische an Hacken.
Ich atme die Vergänglichkeit
und spüre
ihre raue, herbe Süße,
mit der sie alles umschlingt.
In der Sinnlichkeit fallen wir in Höhen und Tiefen, nähren unsere Seelen mit Momenten der Liebe, des Glücks, sprießen, entspringt uns Ursprungskraft wie Quellen, in Bächen fließen, doch von leichtem Seelengemüt, wir niemals wagen zu träumen, denn so viel Entzweiung rührt, in den menschlichen Säumen. Das immer wieder aufbarstende Schäumen der Brandung, fordert unwissend, dann bewusst unsere stetge Verwandlung. Gleich einem Stein vom Meer geschliffen, in der Unendlichkeit wir uns wissen, die Vergänglichkeit mit ihrer rauen Herbe, so unweigerlich uns gerbe, doch in der Synthese, der Mensch den Mensch lese. Dem trüben, zeitüberwindenden, grauen Dunst, entspringt die Natur der Kunst, wahrheitsfühlend uns lebt, als Abbild des Menschsein um uns schwebt.
| Kulturaustausch auf Englisch |
| Indonesien, Java - Deutschland, Rheinland-Pfalz ca. 11500 km |
| Gruppenfoto mit der English Conversation Class |
| Schablone auf die T-Shirts, Dosen in die Hand, sprüh! |
| das Ergebnis wird mit Spannung erwartet |
| reges "künstlerisches" Treiben |
| Rückansicht |
| Frontansicht |
| Künstler bei der "Arbeit" I |
| Künstler bei der "Arbeit" II |
| Liebe zum Detail - das macht Lust auf mehr - im nächsten Blog! |
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