wie ich schonmal in einem früheren Blog erwähnt habe, schreibe ich, bzw. habe ich nun ein Theaterstück für die Einsatzstelle - die Universität von Tegal - einer anderen Freiwilligen geschrieben. Ich habe mich dabei völlig unwissentlich mit dem Gegenstand beschäftigt, sprich habe mich mit keinerlei Theatertheorie auseinandergesetzt und habe frei von Richtlinien das Stück verfasst. Dies war für mich kein Kriterium beim Verfassen dieses Theaters, auch wenn vielleicht manche unwissentlich erfüllt werden. Zu meinem eigenen Bedauern, in Bezug auf das Theaterstück, lese ich zur Zeit relativ viel Goethe, wodurch es mir als absolut nichtige Arbeit erscheint. Aber sich an Goethe zu messen hat ja schon fast blasphemischen Charakter. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und eine angenehme Woche. Entschuldigt die mangelhafte Formatierung.
Euer Paul
Ort: eine unbekannte Stadt
Personen die auftreten:
Industrieller
Kutscher
Mann
Professor
Verkäufer
I
Verkäufer
II
Verkäufer
III
die
Nachbarn
die
Passanten
die
Jugendlichen
Bediensteter
Akt I
Ein Industrieller
wartet an der Ecke. Sichtlich genervt. Um die Ecke kommt ein alter Mann mit
seiner Kutsche. Sie wird von einem ebenso alten, aber stolzen Gaul gezogen.
Neben dem Industriellen stehen die Nachbarn, die heimlich über ihn tuscheln.
Nachbar I: Was steht er heute hier? Ist ihm denn sein
Chauffeur samt Auto weggelaufen?
Nachbar II: Ein Wunder wäre es keines, so wie er jeden
Morgen dreinschaut.
Nachbar III: Da seht ihr es, Geld allein macht nicht
glücklich. Ich sah ihn noch nie lachen.
Industrieller: Hey du, Kutscher. Halte an. Ich muss zu
meiner Firma. Mein Chauffeur ist krank,
sowie sein Stellvertreter und der Stellvertreter des Stellvertreters. Mit läuft
die Zeit weg und Zeit ist ja bekanntlich Geld.
Der Kutscher fährt
ohne etwas zu sagen rechts ran. Der Industrielle nimmt seine Aktentasche und
springt auf.
Industrieller: Der alte Gaul bricht ja fast zusammen. Los
gib ihm eins mit der Peitsche, damit er aus den Puschen kommt. Ich habe viel zu
tun.
Der Kutscher schweigt.
Industrieller: Ja sag mal, verstehst du nicht? Bist
wohlmöglich taub. So was von uneffizient und unökonomisch. Kein Wunder , dass
die Menschheit nicht vorankommt. Los gib mir die Peitsche. Ich zeige dir, wie
du was aus deinem Leben machst.
Der Industrielle
greift nach der Peitsche. Der Kutscher entzieht sich ihm.
Industrieller: Ach so, und trotzig bist du auch noch alter
Mann!
Der Kutscher steigt
vom Kutschbock und begibt sich auf die Straße. Dort sitzt ein Vögelein mit
gebrochenem Flügel. Behutsam nimmt er es, steigt wieder auf und setzt es neben
sich in ein Kistchen. Dort sind schon eine angefahrene Ente und eine
gequetschte Maus.
Kutscher: Ich bin weder taub noch trotzig. Ich fühle mit den
Tieren. Sicherlich, mein Pferd ist alt, doch macht es seine Aufgabe genauso
gerne wie ich sie tue. Und auch ich bin alt. Mein Pferd fühlt wie ich und so
möchte ich es nicht mit der Peitsche schlagen, da ich mich sonst selbst
schlage. Ich will leben und mein Pferd, ebenso wie die kleinen, verletzten
Tierchen, die ich aufsammle und pflege. Wir sind eins in allem.
Industrieller: Du hast den Sinn nicht verstanden. Wenn du
die Tiere vergisst, dann kann noch was aus dir werden. Sieh mich an. Ich bin
vermögend, habe Frau und Kind und gebe Leuten Arbeit. Ich bin eine Bereicherung
für diese Welt, während du vergisst, was du alles leisten kannst.
Kutscher: Ich habe den Sinn nicht verstanden, aber gefühlt.
Einst sagte ein weiser Mensch: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von
Leben, das leben will.“ Meine Arbeit zwingt mich nicht zu leisten und zu
siegen. Ich liebe sie aus tiefstem Herzen, genauso wie die Tiere und
Passagiere. Der wahre Mensch liebt und siegt nicht. Deshalb sitze ich jetzt
neben dir.
Industrieller: Du bist vielleicht ein komischer Kauz. Was
soll’s! Fahr rechts ran. Ich habe noch ein paar Erledigungen zu besorgen. Warte
hier auf mich.
Akt II
Der Industrielle geht
zielstrebig auf ein Geschäft voller Leuchtreklamen zu. Schnell steht er davor.
Auf dem Gehsteig stehen auch andere Passanten.
Industrieller: Das darf doch nicht wahr sein. Ausgerechnet heute.
Wegen eines Trauerfalls. Trauern ist was für Schwächlinge.
Passant I: Entschuldigen Sie, gleich um die Ecke gibt es ein
anderes Geschäft. Sein Name ist „zur einen Welt“, falls sie es nicht finden. Es
besitzt nämlich keine Leuchtreklame.
Industrieller: Danke Mann. Doch warum besitzt es keine
Leuchtreklame?
Passamt I: Das weiß ich nicht.
Passant II: Entschuldigen Sie mich ebenfalls. Ich konnte
nicht anders als lauschen, als ich den Namen „zur einen Welt“ hörte. Sie sagen,
sie brauchen keine Leuchtreklame, denn wer will, wird sie auch problemlos ohne
finden.
Industrieller: Dann will ich mich mal auf die Suche machen.
Nach mehr oder weniger
Zeit findet der Industrielle den Eingang „zur einen Welt“. Es herrscht eine
ruhige Atmosphäre, nicht wie in den großen Kaufhäusern. Der Industrielle fühlt
sich komisch, weiß diese Gefühle aber nicht zu bewerten. Vergeblich sucht er
nach Coca-Cola, Nestlé-Produkten und ähnlichem.
Industrieller: Entschuldigung, führen Sie den Gold-Kaffee
von Nestlé? Oder Coca Cola?
Verkäufer I: Es tut mir leid mein Herr. Nichts davon finden
Sie hier. Sie sind „zur einen Welt“ gegangen.
Industrieller: Wie meinen?
Verkäufer I: Nestlé lässt seine millionschweren Gewinne
immer noch auf Kinderrücken wachsen. Wer sein Kapital aus Kindern zieht, ihnen
darüber hinaus den Boden der Zukunft nimmt und die Wahrheit leugnet, der hat
nichts mit der einen Welt zu tun.
Verkäufer II: Coca-Cola geht für seine Gewinne über
Natur-Kulturleichen. Im Interesse des Kapitals, des eigenen Profits nehmen sie
Naturvölkern die Existenz, zerstören Lebensräume. Dies hat nichts mit der einen
Welt zu tun.
Verkäufer III: Alternativ haben wir aber fairgehandelten
Kaffee. Für ihn musste keine Kinderhand bluten, geschweige denn wurde einem
Kind die Zukunft genommen. Darüber hinaus werden unter Garantie gerechte Preise
und damit auch Löhne zur Existenzsicherung der Bauern gezahlt. Mit irgendeiner
Alternative zu Coca-Cola können wir nicht dienen. Wir brauchen sie auch nicht.
Industrieller: Aber was ist mit eurem Profit? Ihr wisst doch
sicherlich um Angebot und Nachfrage. Ich verstehe einiges davon. Lasst mich
euch helfen und ich verspreche euch, ihr könnt bald in Blüten baden.
Verkäufer III: Es gibt schon genug Blüten, die niemals zur
wahrhaftigen Blume werden.
Verkäufer I: Du scheinst zweifelsohne ein intelligenter Mann
zu sein. Aber unser Wissen ist unsere Macht und nicht der Profit, den wir
daraus ziehen.
Verkäufer II: Das Geld ist relativ, das Glück universell.
Verkäufer III: Mit unserem Wissen können wir jetzt die Welt
verändern. Sofort. In jedem Augenblick.
Industrieller: Ihr glaubt das, dass euer Glück nicht dem
Gold entwächst und dass euer Wissen eure Macht ist?
Verkäufer I: Ja. Unser Glück ist dein Glück und das Glück
der Menschen ist unser Glück. Mit dem Wissen, wie wir wann für das Glück
anderer sorgen können, sind wir mächtig. Wir wissen wie, wer, wann Glück
empfängt und in diesem Sinne handeln, also kaufen, verkaufen, konsumieren wir.
Will ich dem Bauer seine Existenz erleichtern oder wähle ich den
Großgrundbesitzer, der selbstsüchtig anstatt selbstlos ist? Für uns ist die
Antwort leicht, deshalb stehen wir hier in der einen Welt. Unser kleiner
utopischer Kosmos, dessen Idee mächtig ist, ist voller Glück und Nächstenliebe.
Wir stehen hier nicht des schlechten Gewissens wegen, sondern weil es das
Richtige ist. Und wir sind froh, dass du heute gekommen bist.
Industrieller: Also gut. Ihr habt Glück, dass das „Haus des
Geizes“ heute geschlossen ist. Ich nehme den Kaffee und etwas von der
Schokolade. Auf Wiedersehen!
Verkäufer II: Tatsächlich auf Wiedersehen oder leb wohl?
Industrieller verlässt
mit einem Stoffbeutel die eine Welt. Nachdenklich macht er sich auf den Weg zum
Kutscher.
Akt III
Der Industrielle ist
auf dem Rückweg zur Kutsche. Er geht über die gepflegten Bordsteine der
Innenstadt, deren makelloses Bild lediglich von Bächen voller Blasen der
letzten Nacht getrübt wird. Außerdem sitzt dort eine Gruppe Jugendlicher, die lauthals
über einen Mann schimpft, der etwas weiter weg im Schneidersitz alleine auf dem
Boden sitzt.
Mann: Die, die wir riefen,
sind wir,
die niemals schliefen.
Es wurde zu laut,
Jugendlicher I: Alter, was redest du! Warum hältst du nicht
einfach die Klappe!
Mann: so mussten sie verstummen.
Gebt ihnen Ruhe,
damit sie endlich schlafen.
Jugendlicher II: Dann schlaf doch einfach, aber verzieh dich
von hier. Du machst den Bürgersteig mit deiner erbärmlichen Existenz dreckig.
Mann: die traurige Macht der Gleichgültigkeit
lässt reden nur noch Silber sein
der Egoismus
lässt unser Wissen ersticken
die Inkonsequenz macht Denken nutzlos
Wir müssen uns wieder hören.
Jugendlicher III: Du Vogel, verpiss dich. Du stinkst.
Mann: Wo Gefühl ist Kälte
Und Menschliebe schelte.
Wo Denken ist verpöhnt
Und Konsum gewöhnt.
Wo Gewalt ist gang und gebe
Und Gleichgültigkeit lebe.
Müssen wir uns hören
Und endlich wieder empören.
Ein Jugendlicher nimmt
einen Stein und schmeißt ihn in Richtung des Mannes. Der Industrielle, der bis
zu diesem Zeitpunkt de Szenario zugeschaut hat, greift nun ein und stellt sich
in die Wurfbahn.
Industrieller: Warum stört ihr den Frieden dieses Mannes?
Sucht euren eigenen! Wisst ihr nichts Besseres mit eurer Zeit anzufangen?
Lauscht, schweigt oder gehet!
Die Jugendlichen,
durch das Auftreten des Industriellen beziehungsweise dessen Aussehen
beeindruckt, machen sich davon. Lediglich zwei bleiben sitzen und schweigen.
Mann: Setzen Sie sich.
Industrieller: Ich mache meinen Anzug dreckig und ich habe
keine Zeit.
Mann: Laufen Sie nicht weg vor dem, was Sie wollen.
Der Industrielle setzt
sich.
Industrieller: Warum lebst du auf der Straße?
Mann: Ich hatte keine Lust mehr. Ich war einst ein
vermögender Mann, doch verlor ich den Bezug zu Realität. Ich entfremdete mich
selbst, anstatt mich in meiner Arbeit zu verwirklichen. Darum beschloss ich,
auf der Straße zu leben, näher am Leben und mich auf die Suche nach meinem Gott
zu machen.
Industrieller: Aber du warst vermögend?! Dein Gott?! Findet
man den nicht in der Kirche?
Mann: Ja. Ich war sehr reich. Aber ich stellte die
Durchdrungenheit meines Wesens von Wettkampf, Konkurrenz, Erfolgsstreben fest.
Das fraß mich innerlich auf. Ich hatte den jungen Idealisten verraten, der
schwor, gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen. Durch diesen erstickenden
Materialismus war meine Selbstlosigkeit der Selbstsucht gewichen. Also
beschloss ich, mein ganzes Vermögen den Armen zu vermachen und mich dann
wirklich, wahrhaftig, ehrlich mit mir auseinanderzusetzen. Es gibt so viele
Wege zu Gott, wie es Menschen gibt. Es ist frei von Religion. Ich will mich als
Individuum in dieser Welt finden und definieren.
Industrieller: Bist du denn jetzt glücklicher als zuvor?
Mann: Ja. Ich lebe nicht mehr wider dem menschlichen Wesen,
sondern habe mein Seelenglück gefunden. Ich mache keinen Profit mehr auf dem
Rücken anderer, meine Gier nach Geld ist gegangen – ein hilfloses, nicht
endendes Streben. Was folgt auf mehr – nichts anderes als noch mehr. So aber
eile ich verpassten Erkenntnissen nach. Es gibt zwei einfache Wahrheiten: Geld
alleine macht nicht glücklich und das letzte Hemd hat keine Taschen. So soll es
sein. Alles fließt.
Der Mann schließt die
Augen.
Industrieller: Oh, ein Spiegel ward mir vorgehalten. Mein
Glück mag der anderen Feind sein. Theoretische Erschließung, doch was ist
praktisch? Ich muss mir Klarheit verschaffen und meinen Freund, den Professor,
treffen.
Der Industrielle kehrt
zurück zum Kutscher, verabschiedet sich von diesem und macht sich auf den Weg
zu dem Haus seines Freundes.
Industrieller: Danke, alter Mann. Du magst mir geholfen
haben.
Kutscher: Ich danke dir.
Akt IV
Der Industrielle steht
vor dem Eingang zu dem Hause des Professors. Er nimmt die schwere Türglocke und
lässt sie dreimal gegen die alte Holztür schlagen. Ein Bediensteter öffnet die
Türe.
Bediensteter: Sie wünschen?
Industrieller: Ich muss zum Professor. Es ist dringend.
Bediensteter: Er ist sehr beschäftigt mit seinen Recherchen.
Normalerweise wünscht er nicht gestört zu werden.
Industrieller: Sagen Sie ihm, ich komme zu einem wahrhaftige
Gespräch, weder zum Zigarren rauchen, noch zum Whiskey trinken.
Bediensteter geht ab.
Der Industrielle wartet, setzt sich auf die oberste Stufe und rauft sich die
Haare. Das, was ihm bis dato heute widerfahren ist, durchwühlt sein tiefstes
Inneres. Er fühlt sich verwirrt, fragend, aber dennoch, als öffneten sich ihm
die wunderbaren Tore zu einer neuen Welt.
Bediensteter: Der Professor empfängt Sie im Lesezimmer.
Industrieller: Vielen Dank.
Der Industrielle geht
zum Lesezimmer und klopft an.
Professor: Herein.
Der Industrielle
öffnet die Türe und tritt ein.
Industrieller: Hallo mein Freund. Verzeihe, dass ich dich
aus deiner Arbeit habe rufen lassen. Mein Leben zerbricht in Scherben, doch
fügen sich die Scherben gleich eines Spiegels zusammen, der mir einen neuen Weg
weist. Auch wenn unser Verständnis nie eins war, habe ich das Gefühl, du
vermagst meine Irritationen zu verstehen.
Professor: Ich freue mich, dich unter diesen Umständen zu
sehen und dich das erste Mal das Wort Gefühl in den Mund nehmen zu hören.
Industrieller: Mag es sein, dass ich mich leugnete?
Professor: So soll es
gewesen sein, doch ist es nie zu spät, sich neu zu verwurzeln. Der Menschenkopf
ist keine rationale Maschine, doch zu oft stehen wir unter ihrer Diktatur. Du
erlebst deine persönliche Revolution angeführt von deinem Herzen. Der
Unterdrückte in dir fängst an sich zu erheben.
Industrieller. So lebte ich im Trugschluss?
Professor: Deine Wirklichkeit hatte keine Wahrheit. Der
Kopfmensch veruntreut sich, weil er seine soziale Art mit seiner Ratio betrügt.
Wir sind ein Produkt aus beidem. Doch zu viele Erscheinungen bedrohen unsere
Empathie und sie weicht der Gleichgültigkeit. So werden wir animalisch.
Industrieller: Ich habe das Gefühl, es gibt kein zurück mehr
zu meinem alten Ich. Aber all das Aufgeben!
Professor: Es gibt kein zurück. Die verkörperte Erfahrung
ist gleich einer Erkenntnis. Durch die Erfahrung des eigenen Mysteriums
verneinen wir objektiv rational erschlossene Wahrheiten. Du hast den neuen Weg
unwillentlich betreten und du kannst ihn nicht mehr verlassen, außer du fängst
von neuem an dich zu leugnen und im Trugschluss zu leben. Dein Lagerfeuer hat
angefangen zu brennen. Diese Erkenntnisse
sind Momente wahren Menschendaseins und rufen uns in unsere persönliche
Wahrheit. Gehe ans Meer und schaue dir den Sonnenuntergang an. Du wirst dich
entscheiden.
Industrieller: Danke für deine Zeit und deine Worte. Ich
werde deinen Rat befolgen.
Akt V
Der
Industrielle sitzt auf einem großen Stein und betrachtet das Meer. Die Sonne
ist am untergehen und verwandelt die See in eine rötliche, unruhende Masse. Er
ist seelenallein am Strand und eine sanfte Brise streicht um sein Haupt, sodass
ihm die Strähnen seiner Haare in sein Gesicht geweht werden. Tief versunken in
sich und der Natur ruht er dort.
Industrieller: Wie mag es gekommen
sein, dass ich das Meer im roten Lichte noch nie so empfunden habe - so groß,
so voller Bedeutung. Mir ist der Genuss für das wesentliche abhanden gekommen.
Was kaufte ich nicht alles, doch liegt das Paradies nicht fern meiner Haustüre.
Nun
sitze ich hier,
klein wie nie zuvor.
Alles nichtig,
nicht mehr wichtig,
was
einst ward bevor
Mein
Leben,
in seinem
sinnlosen Streben,
baute
mir mein eigen’ Gefängnis,
doch
heute kam die Erkenntnis.
So
will ich weder rasten, noch ruhn,
sondern
eifern in wahrem Menschentum.
Liebe
tragen in die Welt,
vergessen
das Materielle, das Geld.
Mich
lernen frei zu machen
und
endlich anfangen zu lachen.
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